Tiere in der Ostsee

Heute geht es um die Tiere in der Ostsee. Die Ostsee ist das Zuhause zahlreicher Tierarten und wir möchten dir einen kleinen Einblick in die Artenvielfalt geben. Um die wichtigste Frage vorweg zu nehmen: Ja, in der Unterwasserwelt der Ostsee leben auch einige gefährliche Tiere. Dies soll dir aber keinen Anlass zur Sorge geben. Die Wahrscheinlichkeit ist extrem gering, dass dir etwas passiert.

Bitte habe Verständnis, dass wir nicht von allen Tierarten Fotos haben und wir nicht auf fremde Fotos zurückgreifen möchten.
Tiere in der Ostsee

Quallen in der Ostsee

2026: Der Buckelwal in der Ostsee

Anfang März 2026 wurde ein Buckelwal im Wismarer Hafen und vor Travemünde gesichtet, wo er von Geisternetzen befreit und anschließend in freies Gewässer geleitet wurde. Kurz darauf kam es zu einer erneuten Walsichtung. In der Nacht vom 22. auf den 23. März 2026 wurden Passanten auf einen gestrandeten Wal aufmerksam, dessen Rufe durch die Nacht hallten. Vermutlich handelte es sich um den gleichen Buckelwal, der nun an der Ostseeküste bei Niendorf am Timmendorf Strand auf einer Sandbank gestrandet ist. Tagelang wurde der gestrandete Gigant des Meeres beobachtet und es fanden diverse Rettungsversuche statt, um das festgesetzte Tier von der Sandbank freizusetzen.

Walrettung mit Robert Marc Lehmann?

Am Donnerstag den 26. März 2026 traf Meeresbiologe Robert Marc Lehmann in der Lübecker Bucht ein. Robert Marc Lehmann schlüpfte in seinen Taucheranzug, stieg in die Ostsee, näherte sich mit Geduld dem gestrandeten Wal, um dem Tier in Not zu vermitteln, dass die Menschen ihm helfen wollen.

Bei mehreren Tauchgängen verschaffte sich der Meeresbiologe, Fotograf und Tierretter einen Überblick über den Zustand des Tieres und den Begebenheiten unter Wasser, um anschließend den Baggerfahrern sowie dem Schwimmbagger Anleitungen zu geben.

Gestrandeter Wal am Timmendorfer Strand – Robert Marc Lehmann gibt Bagger Anleitung, um das Tier freizusetzen

Im Vordergrund ist der gestrandete Buckelwal zu sehen, rechts daneben Meeresbiologe Robert Marc Lehmann am Kopf des Tieres, im Hintergrund der Schwimmbagger, der am Meeresgrund den Sand unter dem Tier weg baggert.

Das Bild wurde uns mit freundlicher Genehmigung von NEWS5 zur Verfügung gestellt. Die Nürnberger Nachrichtenagentur streamte am Donnerstag über mehrere Stunden auf dem YouTube Kanal NEWS5 live die Rettungsversuche um den gestrandeten Wal am Timmendorfer Strand. Schauen Sie sich den Live Stream auf NEWS5 auch im Rückblick an – es sind bewegende, herzergreifende Bilder.

Wal in der Ostsee wird freigebaggert

Es sollte der Versuch unternommen werden, die Sandbank unterhalb des 10 bis 12 Meter langen Buckelswals freizuschaufeln, um so eine Schwimmrinne für den Wal am Timmendorfer Strand freizuschaufeln.

Ob dieser Rettungsversuch gelingen würde, war unklar, da niemand wußte, ob das Tier aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes sich freiwillig zum Sterben dorthin bewegt hat, oder ob es aus Versehen gestrandet war und sich nicht mehr aus eigener Kraft aus dieser misslichen Lage befreien können würde.

Flossenträger im Meer: Die häufigsten Fischarten in der Ostsee

Die meisten Fische in der Ostsee sind für uns Menschen harmlos. Du musst keine Angst vor einem gezielten Angriff auf Menschen haben. Wenn du mit einem Boot über die Ostsee fährst, von einer Mole oder Seebrücke ins Wasser schaust oder du dich am Strand im seichten Wasser befindest, kannst du viele Fischarten beobachten. Gerne stellen wir sie dir vor.

Der Hering: Silbrige Schwärme in der Ostsee

Einer der bekanntesten Fische ist der Hering. Er ist klein, silbern und schwimmt oft in riesigen Schwärmen. Diese Schwärme sind so groß, dass sie manchmal ganze Bereiche des Meeres verdunkeln können. Heringe sind super wichtige Tiere in der Ostsee, weil sie Nahrung für viele andere Tiere sind, wie zum Beispiel größere Fische, Vögel und sogar Robben.

Der Dorsch (Kabeljau): Beliebter Speisefisch unter Druck

Der Dorsch ist auch unter dem Namen Kabeljau bekannt. Er ist größer als der Hering und hat oft einen Bartfaden am Kinn. Als Raubfische jagen sie kleinere Fische. Da sie beliebte Speisefische sind, sind ihre Bestände in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Das liegt daran, dass zu viele Dorsche gefangen wurden und die Umwelt sich verändert hat.

Die Flunder: Der unsichtbare Meister der Tarnung am Meeresboden

Die Flunder ist ein Plattfisch, der am Meeresboden lebt. Sie passen ihre Farbe dem Untergrund an, so dass sie fast unsichtbar sind. Auf ihrem Speiseplan stehen kleine Krebstiere und Würmer, die sie im Sand finden.

Der Hornhecht: Pfeilschnell in Küstennähe unterwegs

Hornhechte sind oft in Küstennähe zu finden und jagen kleine Fische an der Oberfläche. Manchmal kannst du sie sogar von einem Steg aus beobachten, wie sie durch das Wasser schießen.

Der Aal: Mit unglaublicher Reise in den Tiefen der Ostsee

Aale haben einen schlangenartigen Körperbau. Sie lieben es, sich im Schlamm und zwischen Steinen zu verstecken. Bevor diese Tiere in der Ostsee auftauchen, haben Aale eine erstaunliche Reise hinter sich. Sie werden in der Sargassosee geboren. Von dort wandern sie Tausende von Kilometer bis in die europäischen Gewässer. Aale verbringen dort viele Jahre. Dann schwimmen die Fische wieder zurück in die Sargassosee, um sich fortzupflanzen.

Kleine Fische, große Bedeutung: Der Stichling im flachen Uferwasser

Kleine Fischarten, wie etwa der Stichling, halten sich häufig in Ufernähe auf. Bei dieser heimischen Fischart übernehmen die Männchen die Brutpflege. Kleine Fische wie Stichling oder Grundel sind eine wichtige Nahrungsquelle für größere Tiere in der Ostsee.

Gibt es Haie in der Ostsee?

Ja! Tatsächlich gibt es Haie in der Ostsee. Glücklicherweise handelt es sich um ungefährliche Arten. Angriffe sind nicht bekannt. Du kannst dir hier die virtuelle Datenbank “Integration Stark Attack File” ansehen, um dich selbst zu überzeugen.

Welche Haiarten in der Ostsee leben

Aufgrund des geringen Salzgehalts ist die Ostsee eher ein ungewöhnlicher Lebensraum für Haie. Trotzdem sind 18 Arten nachgewiesen. Man geht aber davon aus, dass insgesamt bis zu 30 Arten vorkommen können. Einige sind heimisch, andere verirren sich hier her.

Der Dornhai: Der kleine, scheue Meeresbewohner am Boden

Gelegentlich wird der Dornhai im Ostseeraum gesichtet. Mit einer Körperlänge von 80 bis 100 Zentimeter handelt es sich um eine kleine Art. Er ist gut erkennbar an seinem stachelartigen Dorn vor jeder Rückenflossen. Die Art lebt bevorzugt am Meeresboden. Dort ernährt sich die Haart von kleinen Fischen und Krebstieren.

Hauptsächlich leben Dornhaie in der Nordsee und im Atlantik. Junge Tiere oder einzelne Exemplare verirren sich manchmal in die Ostsee.

Der Dornhai ist ein scheues Tier und absolut harmlos. Er würde niemals einen Menschen angreifen. Seine kleinen Dornsägen sind eine Verteidigung gegen Fressfeinde und keine Waffe gegen Menschen. Solltest du einmal einen Dornhai sehen (was schon sehr unwahrscheinlich ist), besteht kein Grund zur Sorge. Er wird eher versuchen, vor dir wegzuschwimmen.

Der Glatt- oder Sternrochenhai: Harmloser Gast aus Nachbargebieten

Ähnlich verhält es sich mit dem Glatt- oder Sternrochenhai. Er ist auch eher klein und gehört zur Familie der Hundshaie. Auch er lebt am Meeresboden und ernährt sich von Muscheln und Krebsen. Wie der Dornhai ist er kein typischer Ostsee-Bewohner, kann aber aus angrenzenden Gebieten einwandern.

Auch der Glatt- oder Sternrochenhai ist für uns Menschen völlig ungefährlich. Er ist klein und ernährt sich von wirbellosen Tieren am Meeresboden, nicht von großen Lebewesen wie Menschen.

Der Heringshai: Extrem seltene und harmlose Ausnahmefische

Sehr selten, aber wirklich nur in Ausnahmefällen, könnte auch mal ein Heringshai in die westliche Ostsee schwimmen. Heringshaie sind größere Haie, die wie kleine Weiße Haie aussehen können, aber eigentlich im Atlantik und der Nordsee zu Hause sind. Sie sind sehr schnelle Schwimmer und ernähren sich hauptsächlich von Schwarmfischen wie Hering und Makrele. Sichtungen in der Ostsee sind aber extrem selten und eher Zufall.

Selbst wenn ein Heringshai in die Ostsee gelangen würde, wäre ein Angriff auf den Menschen extrem unwahrscheinlich. Heringshaie ernähren sich von Fischen und sind nicht dafür bekannt, Menschen anzugreifen. Weltweit gab es nur sehr wenige unprovozierte Angriffe von Heringshaien auf Menschen, und diese fanden in den Weiten des Ozeans statt, aber nicht in der Ostsee.

Sind die Haie in der Ostsee gefährlich?

Nein! Große Haiarten wie der Weiße Hai, der Tigerhai oder der Bullenhai leben nicht in der Ostsee. Dafür ist das Wasser hier viel zu kalt und zu wenig salzig. Du kannst also beruhigt in der Ostsee schwimmen gehen.

Gab es schon mal gefährliche Haivorfälle in der Ostsee?

Nein! Wir haben im Rahmen unserer Recherche keine Berichte über Hai-Angriffe auf Menschen in der Ostsee gefunden. Die Chance, in der Ostsee einem Hai zu begegnen, ist äußerst gering. Überwiegend finden Sichtungen in salzigeren Übergangsgebieten wie Skagerrak und Kattega statt.

Die meisten Haiarten sind entweder zu klein (z.B. Kleingefleckter Katzenhai, Dornhai) oder ernähren sich von Fisch und sind scheu gegenüber dem Mensch (z.B. Heringshai, Hundshai). Größere Arten wie der Riesenhai sind harmlose Planktonfresser.

Abgesehen davon ist es extrem unwahrscheinlich, beim Baden in der Ostsee einem Hai zu begegnen, geschweige denn von ihm angegriffen zu werden. Haie sind sehr scheue Tiere und der Mensch steht nicht auf ihrem Speiseplan.

Zusammenfassend lässt sich sagen

  • Es gab bisher keine bekannten Hai-Vorfälle mit Verletzungen oder Todesfällen für Menschen in der Ostsee.
  • Der letzte „Angriff“ im Sinne einer Gefahr für den Menschen hat nie stattgefunden.
  • Da es keine bekannten Angriffe gibt, muss nicht von einer Gefahr für uns Menschen ausgegeben werden.

Gibt es in der Ostsee Delfine?

Zwar gehören Delfine nicht zu den tierischen Bewohnern der Ostsee. Aber es kommt vereinzelt zu Sichtungen. Seit Dezember 2015 tummelten sich mehrere Monate lang die beiden Delfine Selfie und Delfie an der deutschen Ostseeküste. Gesichtet wurden sie auch im Seekanal Rostock-Warnemünde und im Ostseebad Grömitz bei Travemünde. Zur Begeisterung aller hielten sich die beiden Großen Tümmler Selfie und Delfie mehrere Tage im Jachthafen auf und zeigten sich dort ohne Scheu.

Im August 2023 tauchte der Delfin Delle bei Warnemünde auf, um mit akrobatischen Kunststücken seine Beobachter zu begeistern. Möchtest du mehr über die Delfine in der Ostsee erfahren, klicke mal zur Website Deutsche Stiftung Meeresschutz. Dort werden dir die bekannten Delfine vorgestellt und du kannst dir Fotos und Videos von den einzelnen Tieren anschauen. Im August 2025 wurde abermals ein Delfin in Warnemünde gesichtet. Ob es sich bei ihm um Delle handelt, ist fraglich. Ein Video, einer ganz nahen Begegnung mit dem Delfin gibts hier beim Nordkurier.

Quallen: Die schwebenden Schönheiten der Ostsee

Wenn du im Sommer schwimmen gehst, begegnest du ihnen vielleicht: den Quallen. Sie sehen aus wie schwebende, durchsichtige Schirme und sind faszinierende Lebewesen.

Die Ohrenqualle: Völlig harmlos und wunderschön

Die häufigste Qualle in der Ostsee ist die Ohrenqualle. Sie ist meistens harmlos für den Menschen. Du erkennst sie an den vier ringförmigen Gebilden in ihrem Schirm, die wie Ohren aussehen. Ohrenquallen sind meistens durchsichtig und haben nur schwach brennende Nesselzellen, die bei den meisten Menschen keine Reaktionen hervorrufen oder nur ein leichtes Kribbeln verursachen.

Tiere der Ostsee: Ohrenqualle

Achtung, Feuerqualle: Schmerzhafte Begegnungen am Strand

Die Feuerqualle, auch Leuchtqualle genannt, ist etwas anders. Sie ist rötlich-braun und kann bis zu einem Meter groß werden. Ihre Tentakel sind lang und tragen viele Nesselzellen. Wenn du mit einer Feuerqualle in Berührung kommst, kann das schmerzhaft sein. Es fühlt sich an wie ein starker Brennessel-Stich. Manche Menschen reagieren stärker darauf als andere, mit Rötungen und Quaddeln.

Vorsicht: Die Feuerqualle kann für Menschen gefährlich sein. Wenn du eine siehst, halte Abstand und berühre sie nicht! Wenn dich eine Feuerqualle genesselt hat, spüle die Stelle am besten mit Salzwasser oder Essig ab. Verwende kein Süßwasser. Das kann die Nesselfäden noch mehr zum Platzen bringen! Entferne haftende Tentakelrestemit einer Pinzette oder der Kante einer Kreditkarte. Bei starken Reaktionen oder anhaltenden Schmerzen gehe zum Arzt.

Die seltene Ausnahme: Die Würfelqualle

Es gibt auch die Würfelqualle, die sehr selten in der Ostsee vorkommt, aber deren Gift sehr stark ist. Sie ist aber so selten, dass du sie wahrscheinlich nie sehen wirst.

Gefahren am Strand: Was Hundehalter wissen müssen

Möchtest du während deinem Ostseeurlaub mit deinem Hund an den Strand gehen, solltest du wissen, welche Gefahren dort lauern. Nicht nur die Qualle und das Petermännchen können für deinen Vierbeiner gefährlich sein. Mit unseren Tipps werdet ihr einen tollen gemeinsamen Strandtag erleben.

Angespülte Quallen: Warum sie nach der Quallenblüte am Strand landen

Wenn im Sommer plötzlich viele tote Quallen an den Ostseestränden liegen, steckt dahinter meist keine Umweltkatastrophe, sondern ein ganz natürlicher biologischer Kreislauf.

Der Lebenszyklus der Tiere beschleunigt sich bei Wassertemperaturen von über 18 Grad rasant, sodass sie nach ihrer massenhaften Vermehrung im Sommer früher sterben. Da Quallen sehr schwache Schwimmer sind, treiben Wind und küstennahe Strömungen die geschwächten oder bereits toten Tiere passiv an den Strand. Besonders bei auflandigem Wind sammeln sie sich so in der Flachwasserzone.

Wichtiger Hinweis für den Strandbesuch – an den Stränden triffst du vor allem auf zwei Arten:

  • Ohrenquallen (Mondquallen): Die durchsichtigen Tiere mit den vier Ringen in der Mitte sind für den Menschen völlig harmlos.
  • Feuerquallen (Gelbe Haarquallen): Die rötlich-gelben Tiere besitzen lange Tentakel. Meide den direkten Kontakt unbedingt, denn auch bei toten Tieren bleiben die Nesselzellen noch tagelang aktiv und verursachen schmerzhafte Verbrennungen auf der Haut.

Gibt es Petermännchen in der Ostsee?

Du fragst dich vielleicht, ob es neben den Quallen noch andere Tiere in der Ostsee gibt, die eine potenzielle Gefahr für uns Menschen darstellen können? Ja, da gibt es ein kleines Kerlchen namens Petermännchen. Hier kannst du dir das Petermännchen auf Wikipedia anschauen.

Sind Petermännchen gefährlich?

Ja! Das Petermännchen ist tatsächlich das giftigste Tier in der Ostsee. Es ist für den Menschen gefährlich. Der kleine Fisch wird etwa 15 bis 30 Zentimeter lang. An seiner Rückenflosse und an seinen Kiemendeckeln trägt er giftige Stacheln.

Das Petermännchen ist kein aggressiver Fisch, der dich angreift. Zu Unfällen kommt es meist, wenn man beim Baden versehentlich auf das Petermännchen tritt oder man mit der Hand über den Meeresgrund streift.

Ein Stich vom Petermännchen soll starke Schmerzen verursachen. Dieser wird als brennend beschrieben. Es entstehen meist starke Schwellungen, die stark erröten und sich heiß anfühlen. Es kann zu Übelkeit, Schwindel oder Kreislaufproblemen kommen.

Wo kommt das Petermännchen häufig vor?

Das Petermännchen lebt vor allem in flachen Küstenbereichen, wo es sandigen oder schlammigen Untergrund gibt. Es gräbt sich tagsüber gerne in den Sand ein, so dass oft nur noch seine Augen und die giftige Rückenflosse herausschauen. Es ist also perfekt getarnt und schwer zu sehen.

Du findest es besonders oft in Gebieten mit leicht erwärmtem Wasser, wie zum Beispiel in Strandnähe oder in Buchten, wo es flach ist. Das Petermännchen ist in der gesamten Ostsee verbreitet, aber seine Häufigkeit variiert je nach Region und Untergrund. An sandigen Badestränden, wo viele Menschen barfuß ins Wasser gehen, ist die Wahrscheinlichkeit eines Kontakts am höchsten.

Wie kann man sich vor dem Petermännchen schützen?

Der beste Schutz vor einem Stich ist ganz einfach: Trage Badeschuhe! Das ist die effektivste Methode, um deine Füße vor den im Sand verborgenen Petermännchen zu schützen. Gerade wenn du an unbekannten Stränden oder an Orten mit weichem Sand und wenig Sicht ins Wasser unterwegs bist, sind Badeschuhe der beste Schutz.

Achte unbedingt auch auf dein Kind und deinen Hund. Mit diesen einfachen Vorsichtsmaßnahmen kannst du einen Stich vermeiden.

Was tun bei einem Stich vom Petermännchen?

Solltest du doch gestochen werden, ist es wichtig, schnell zu handeln. Du kannst zwar theoretisch selbst Maßnahmen ergreifen, aber in der Praxis ist es schwer, am Strand selbst an heißes Wasser zu kommen. Daher ist ein Notruf oder das Herbeirufen der Strandguards die effektivste Lösung.

  1. Das Gift des Petermännchens ist hitzeempfindlich. Tauche die betroffene Stelle sofort in so heißes Wasser. Das Wasser sollte eine Temperatur zwischen 40 und 50 Grad Celsius haben. Aber Vorsicht – verbrühe dich nicht. Heißes Wasser zerstört das Gift und lindert den Schmerz. Die Anwendung sollte mindestens 30 bis 90 Minuten dauern bzw. so lange, bis der Schmerz deutlich nachlässt.
  2. Befinden sich noch Stachelreste in der Wunde, entferne diese vorsichtig mit einer Pinzette.
  3. Um Infektionen zu vermeiden, reinige die Wunde gründlich mit Wasser und Seife.
  4. Um Komplikationen vorzubeugen, solltest du bei jedem Stich einen Arzt aufsuchen. Auch dann, wenn die Schmerzen abgeklungen sind.

Sanfte Riesen und flinke Jäger: Meeressäuger in der Ostsee

Glücklicherweise gibt es nur wenige gefährliche Tiere in der Ostsee. Indes tummeln sich in der Unterwasserwelt zahlreiche Meeressäuger. Zwar werden gelegentlich Delfine und Wale gesichtet. In der Ostsee sind diese aber eher selten. Dafür gibt es andere, ganz besondere Bewohner: die Robben und der Schweinswal.

Für den Menschen sind die Meeressäuger in der Ostsee nicht gefährlich, solange du ihnen ihren Raum lässt. Sie sind wilde Tiere und sollten nicht angefasst oder gefüttert werden. Wenn du eine verletzte Robbe siehst, greife nicht selbst ein. Informiere die örtliche Naturschutzbehörde oder Robbenstation. Dazu haben wir gleich noch ein paar Tipps für dich!

Tiere an und in der Ostsee

Die Kegelrobbe: Der eindrucksvolle Meeresbewohner am Strand

Die Kegelrobbe ist die größte Robbenart in der Ostsee. Sie kann bis zu drei Meter lang werden und ist ein beeindruckender Anblick. Stell dir vor, du siehst so ein Tier am Strand liegen oder elegant durchs Wasser gleiten! Kegelrobben haben einen kegelförmigen Kopf (daher der Name) und ernähren sich hauptsächlich von Fisch. Sie sind neugierig, aber auch scheu. Es ist wichtig, die Tiere in Ruhe zu lassen – besonders wenn sie Junge haben.

Elterntiere verteidigen ihre Jungen. Und wenn du oder dein Hund die Robben aufschreckst und ihnen den Fluchtweg versperrst, kann es passieren, dass die Jungen von der Mutter getrennt werden. Leine deinen Hund an, halte einen Mindestabstand von 100 Meter ein. Verhaltet euch ruhig und genießt diese außergewöhnliche Begegnung aus der Ferne.

Die Ringelrobbe: Der geschützte Experte für eisige Winter

Die häufigste Robbenart in der Ostsee ist die Ringelrobbe. Sie ist kleiner als die Kegelrobbe. Ihr Fell ist häufig charakteristisch ringförmig gemustert. Im eisigen Winter der nördlichen Ostsee fühlt sie sich besonders wohl. Sie nutzt Eishöhlen als Verstecke. Dort findet auch die Aufzucht der Jungen statt.

Robben - Tiere in der Ostsee

Wichtige Notrufnummern: So hilfst du verletzten Robben in Not

Deine Robbensichtung kannst und solltest du über die App OstSeeTiere melden und damit den Schutz der Tiere unterstützen. Wenn du den Eindruck hast, dass eine Kegelrobbe in Not ist, findest du auf der Seite Bundesamt für Naturschutz wichtige Infos. Im Notfall soll das Deutsche Meeresmuseum informiert werden – entweder hier über das Kontaktformular oder per Telefon an diese Stellen:

  • 03831-2650 3333 (Totfund in Mecklenburg-Vorpommern)
  • 0173-9688 267 (Lebensstrandung in Mecklenburg-Vorpommern)
  • 01523-796 9472 (BUND Robben-Telefon)
  • In Niedersachsen und Schleswig-Holstein kontaktiere die Leitstelle der Polizei 110.

Damit du im Notfall nicht lange suchen musst, speichere dir vor deinem Urlaub an der Ostsee diese Notrufnummern.

Der Seehund: Verspielte Küstenbewohner auf Sandbänken

Die Seehund ist eine weitere Robbenart, die in der Ostsee vorkommt, wenn auch weniger häufig als die Kegel- oder Ringelrobbe. Seehunde sind oft an Küsten und auf Sandbänken zu finden. Sie haben einen eher runden Kopf und sind sehr verspielt.

Der Schweinswal: Der gefährdete Wal der Ostsee

Und dann gibt es noch den Schweinswal. Er ist der einzige Wal, der in der Ostsee heimisch ist. Trotz ihrer eher geringen Größe sind sie beeindruckende Tiere in der Ostsee. Der kleiner Wal hat eine markante dreieckige Rückenflosse. Er taucht nur kurz auf, um Luft zu holen. Anders als bei Riesenwalen hört man sie dabei meistens nicht.

Leider sind Schweinswale in der Ostsee stark gefährdet. Lärm durch Schiffe und Netze, in denen sie sich verfangen können, machen ihnen das Leben schwer. Es gibt viele Bemühungen, sie zu schützen, damit diese einzigartigen Tiere nicht verschwinden.

In Stralsund haben wir dieses Foto geschossen – um welche Walart es sich handelt, wissen wir nicht genau. Wenn du es herausfinden möchtest, plane bei deinem Ostsee-Urlaub einen Museumsbesuch ein.

Meeresmuseum

Krebstiere: Die gepanzerten Bewohner der Ostsee

Wenn du dir den Meeresboden ansiehst oder Steine umdrehst, wirst du sie entdecken: Krebstiere. Sie sind wie kleine Ritter in ihren Panzern. Krebstiere in der Ostsee sind für den Menschen in der Regel ungefährlich. Die wichtigsten Arten stellen wir dir kurz vor.

Die Strandkrabbe: Der bekannte Krabbler mit den kräftigen Scheren

Der bekannteste Krebs in der Ostsee ist wahrscheinlich der Strandkrabbe. Du kennst sie bestimmt aus deinem Urlaub am Strand. Sie huschen über den Sand, verstecken sich unter Steinen und haben zwei kräftige Scheren.

Strandkrabben sind Allesfresser. Sie helfen dabei, das Meer sauber zu halten, indem sie tote Tiere und Pflanzen fressen. Sie sind nicht gefährlich und greifen dich nicht an. Aber ihre Scheren können kräftig zwicken, wenn sie sich bedroht fühlen. Also, Vorsicht beim Anfassen!

Der Einsiedlerkrebs: Der kreative Mieter mit fremdem Schneckenhaus

Eine andere Art ist der Einsiedlerkrebs. Er ist etwas Besonderes, denn er hat keinen eigenen festen Panzer für seinen Hinterleib. Stattdessen sucht er sich leere Schneckenhäuser und trägt diese als sein Zuhause mit sich herum. Wenn er wächst, braucht er ein größeres Haus und sucht sich ein neues Schneckenhaus. Stell dir vor, du wechselst immer wieder dein Haus! Sie sind faszinierende Tiere der Ostsee, die du vor allem in flachen Gewässern finden kannst.

Garnelen und Flohkrebse: Die unscheinbaren Helfer der Nahrungskette

Es gibt auch viele kleinere Krebstiere, die oft übersehen werden, aber für das ökologische Gleichgewicht unglaublich wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise Garnelen, die du vielleicht auch als „Krabben“ kennst. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Fische und schmecken auch uns Menschen gut.

Zu den heimischen Bewohnern der Ostsee zählen auch die Flohkrebse. Die Krebstiere leben auf Algen oder am Meeresboden. Sie sind winzig klein, aber es gibt sie in riesiger Zahl. Sie sind ein wichtiger Teil der Nahrungskette und werden von vielen größeren Tieren gefressen.

Vögel: Die gefiederten Fischer und Küstenbewohner

Vögel an der Ostsee sind für Menschen nicht gefährlich. Die bekannteste Vogelart ist die Möwe. Aber auch andere heimische Vogelarten sind an der Ostsee sowie in der Mecklenburgischen Seenplatte anzutreffen. Egal um welche Art es sich handelt: Es ist wichtig, sie nicht zu stören, besonders während der Brutzeit, und sie nicht zu füttern, da dies ihr natürliches Verhalten verändern kann. Teilweise besteht auch ein Fütterungsverbot (z.B. in Stralsund).

Ostsee Vögel im Schaukasten

Die Möwe: Der freche Dieb am Strand und Küstenklassiker

Die Möwen sind wohl die bekanntesten Vögel an der Küste. Wenn du an die Küste kommst, hörst du sie schon: das Kreischen der Möwen, das Rufen der Enten. Vögel sind ein wichtiger und sichtbarer Teil des Ostsee-Ökosystems.

Es gibt verschiedene Arten, wie die Silbermöwe mit ihrem markanten Ruf oder die Lachmöwe, die oft in großen Gruppen auftritt. Möwen sind Allesfresser und suchen oft nach Nahrung am Strand oder im flachen Wasser. Manchmal sind sie auch dreist und versuchen, dir dein Fischbrötchen zu stibitzen!

Fliegende Möwen am Ostsee Strand in Stralsund

Der Kormoran: Der exzellente Taucher mit ausgebreiteten Flügeln

Die Kormorane sind beeindruckende schwarze Vögel, die ausgezeichnete Taucher sind. Du siehst sie oft auf Pfählen oder Steinen sitzen, wo sie ihre Flügel ausbreiten, um sie in der Sonne zu trocknen. Sie tauchen tief, um Fische zu fangen, und sind dabei sehr erfolgreich. Leider werden sie manchmal von Fischern als Konkurrenz gesehen, obwohl sie ein natürlicher Bestandteil des Ökosystems sind.

Enten – Robuste Schwimmer auf Tauchgang nach Muscheln

Enten sind auch in der Ostsee zu Hause, besonders Arten wie die Eiderente. Eiderenten sind große, kräftige Enten, die sich von Muscheln ernähren. Sie tauchen tief, um Muscheln vom Meeresboden zu holen, und sind dabei sehr geschickt. Die Männchen haben ein auffälliges schwarz-weißes Gefieder, während die Weibchen eher unauffällig braun sind.

Der Seeadler: Der majestätische Greifvogel im Küstenhimmel

Der Seeadler ist der größte Greifvogel Europas und ein majestätischer Anblick. Seeadler jagen Fische und Wasservögel und sind ein Zeichen für eine gesunde Natur. Sie sind scheu und selten, aber wenn du Glück hast, kannst du einen über der Küste kreisen sehen. Es ist ein wirklich beeindruckendes Erlebnis!

Muscheln: Die stillen Filterer der Ostsee

Wenn du am Strand spazierst, findest du bestimmt viele Muschelschalen. Muscheln sind faszinierende Tiere, die in zwei Schalen leben und sich hauptsächlich von Plankton ernähren, das sie aus dem Wasser filtern. Damit tragen sie enorm zur Wasserreinigung bei.

Wenn du am Strand gräbst, könntest du auf eine stoßen. Muscheln sind für den Menschen nicht gefährlich. Im Gegenteil, viele Muschelarten sind essbar und werden gerne gegessen. Du solltest nur darauf achten, dass du keine Muscheln sammelst, die in Gebieten mit schlechter Wasserqualität leben, da sie Schadstoffe ansammeln können.

Die Miesmuschel: Unverzichtbare Kolonien für sauberes Wasser

Die Miesmuschel ist eine der häufigsten Muscheln in der Ostsee. Sie wachsen oft in großen Kolonien auf Felsen, Steinen oder Pfählen und bilden ganze „Muschelbänke“. Sie filtern riesige Mengen Wasser und sind daher sehr wichtig für die Sauberkeit der Ostsee.

Die Herzmuschel: Der kleine Bewohner mit der Herzform im Sand

Die Herzmuschel hat, wie der Name schon sagt, eine herzförmige Schale. Sie lebt oft im Sandboden und gräbt sich dort ein. Du kannst ihre Spuren im Sand sehen, wenn sie sich bewegen.

Die Sandklaffmuschel: Tief im Sand vergraben mit langem Rüssel

Die Sandklaffmuschel ist eine große Muschel, die tief im Sand vergraben lebt. Sie hat einen langen „Sipho“, eine Art Rüssel, den sie zum Atmen und Filtern von Wasser an die Oberfläche streckt.

Schnecken: Die schleichenden Bewohner der Ostsee

Auch wenn du sie vielleicht nicht auf den ersten Blick siehst, gibt es in der Ostsee viele Schnecken. Die meisten leben am Meeresboden oder auf Algen. Die Strandschnecke ist eine kleine Schnecke, die du oft an Steinen und Felsen in Ufernähe findest. Sie ernährt sich von Algen und ist sehr robust. Es gibt auch verschiedene Arten von Meeresschnecken, die eher im tieferen Wasser leben und manchmal sogar bunte oder besonders interessante Gehäuse haben. Sie ernähren sich oft von Algen oder kleinen Lebewesen. Schnecken in der Ostsee sind für den Menschen ungefährlich.

Zu den größeren Schneckenarten zählt die Wellhornschnecke. Sie kann bis zu 15 Jahre alt werden. Ihre Größe reicht von 6 bis 11 Zentimeter. Zum Nahrungsspektrum gehören Wörter, Krebse und Muscheln. Eine weitere Art ist die Gemeine Spindelschnecke. Mit ihrem spindelförmigen Schneckenhaus lebt sie in einer Tiefe von 15 bis 1.200 Meter.

Die Wellhornschnecke gehört ebenso wie die Gemeine Spindelschnecke zu den gefährdeten Meeresbewohnern.

Plankton: Die unsichtbaren Helden der Ostsee

Plankton ist etwas, das du mit bloßem Auge kaum sehen kannst, aber es ist unglaublich wichtig für die Ostsee. Stell dir vor, es sind Milliarden winziger Lebewesen, die im Wasser schweben und die Grundlage für das gesamte Leben im Meer bilden. Es gibt zwei Hauptarten von Plankton.

Phytoplankton: Das grüne Gras des Meeres als Lebensgrundlage

Das sind winzige pflanzliche Lebewesen, die Photosynthese betreiben, genau wie Pflanzen an Land. Sie brauchen Sonnenlicht, um zu wachsen, und produzieren dabei Sauerstoff. Phytoplankton ist die Basis der Nahrungskette in der Ostsee. Es ist wie das Gras auf einer Wiese, nur eben im Meer. Ohne Phytoplankton gäbe es keine Fische, keine Robben, keine Vögel – nichts.

Zooplankton: Winzige Tiere als wichtiges Glied in der Nahrungskette

Das sind winzige tierische Lebewesen, die sich von Phytoplankton oder anderen kleinen Zooplankton-Arten ernähren. Dazu gehören winzige Krebse, Larven von Fischen und Muscheln und viele andere kleine Tiere. Zooplankton ist wiederum die Nahrung für kleine Fische und andere Meerestiere.

Algenblüte durch explosionsartige Vermehrung

Manchmal kann es bei sehr warmem Wetter und vielen Nährstoffen zu einer „Algenblüte“ kommen. Das bedeutet, dass sich das Phytoplankton explosionsartig vermehrt und das Wasser grün oder braun färbt. Einige dieser Algenblüten können giftig sein und zu Problemen für Fische und auch für Menschen führen, wenn sie zum Beispiel Badewasser verunreinigen.

Vorsicht: Plankton ist für den Menschen nicht gefährlich, es sei denn, es handelt sich um eine giftige Algenblüte. Bei starker Algenblüte solltest du nicht baden gehen. Meistens werden entsprechende Warnungen an den Stränden ausgehängt.

Tiere in der Ostsee – eine spannende Artenvielfalt

Du siehst, die Ostsee ist voller Leben! Von den kleinsten Planktonorganismen bis zu den majestätischen Robben und Seeadlern – jedes Tier hat seine wichtige Rolle im großen Ganzen. Die Ostsee ist ein einzigartiger Lebensraum, der aber auch sehr empfindlich ist. Verschmutzung, Überfischung und der Klimawandel setzen den Tieren hier zu.

Es ist wichtig, dass wir uns um die Ostsee kümmern. Das bedeutet zum Beispiel, keinen Müll ins Meer zu werfen, beim Fischessen auf nachhaltige Produkte zu achten und die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum nicht zu stören. Jeder kleine Beitrag zählt, damit auch zukünftige Generationen diese faszinierende Unterwasserwelt erleben können. Wenn wir alle aufeinander und auf die Natur achten, bleibt die Ostsee ein wunderschöner Ort voller Leben.

Übrigens: solltest du in unserer Aufzählung den Seestern als einer der Tiere in der Ostsee vermissen, liegt dies daran, dass der Salzgehalt in der Ostsee zu gering ist und Seesterne deshalb nicht fortpflanzungsfähig sind. Zwar wurde der Gemeine Seestern schon bis zur Insel Rügen nachgewiesen. Aber aufgrund der zuvor genannten Problematik mit der Fortpflanzung ist er kein typischer Ostseebewohner.